Smart Food statt Fast Food für Kinder

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Warum gesunde Ernährung für Kinder so wichtig ist:

Eine gesunde Ernährung ist insbesondere für Kinder wichtig, denn sie

  • unterstützt ein ausreichendes und gesundes Wachstum
  • fördert eine gesunde mentale und körperliche Entwicklung
  • unterstützt die Leistungsfähigkeit
  • wirkt präventiv auf diverse Krankheiten (wie z.B. Diabetes mellitus Typ 2)
  • und wirkt präventiv Adipositas entgegen [1].

Eine gesunde Ernährung für unsere Kinder ist also der Baustein für ein gesundes Leben und eine gerechte Entwicklung. Es stellt sich die Frage, wie die Ernährungssituation der Kinder in Deutschland zur Zeit aussieht. Ernähren sich Kinder in Deutschland gesund oder an welchen Stellen gilt es Verbesserungen vorzunehmen?

Aktuelle Ernährungssituation der Kinder und Jugendlichen in Deutschland

Aussagen dazu liefert die so genannte DONALD-Studie (Dortmund Nutritional and Anthropometrical Longitudinally Designes Studie), die seit 1985 vom Forschungsinstitut für Kinderernährung (FKE) durchgeführt wird und bislang über 1500 Teilnehmer hat. Im Umfang dieser Studie werden vom Säugling bis hin ins Erwachsenenalter Daten zum Ernährungsverhalten, Wachstum, Entwicklung, Stoffwechsel und Gesundheitsstatus erhoben [2].

Bei der Auswertung der Daten von Kindern und Jugendlichen im Alter von 4 bis 18 Jahren aus dem Zeitraum von 1998 bis 2002 und dem Vergleich mit der für Kinder und Jugendlichen vorgesehenen Optimierten Mischkost ergaben sich unter anderem folgende Ergebnisse [3]:

  • Kinder und Jugendliche nehmen insgesamt zu wenig Getränke zu sich.
  • Insbesondere Jugendliche trinken zu große Mengen an gezuckerten Getränken wie Limonade und Fruchtsäfte.
  • Der Verzehr von Brot und anderen Getreideprodukten liegt in allen Altersgruppen deutlich unter den Empfehlungen.
  • Auch der Verzehr von gesunden Beilagen wie Kartoffeln, Nudeln und Reis liegt unter der empfohlenen Menge. Vor allem die Vollkornvarianten kommen bei Kindern und Jugendlichen viel zu selten auf den Teller.
  • Kinder und Jugendliche aller Altersklassen essen nur 50% ihres Gemüsebedarfs. Obst scheint deutlich beliebter zu sein, denn hier werden die Empfehlungen erreicht.
  • Kinder und männliche Jugendliche nehmen ausreichend Milchprodukte zu sich.
  • Fleisch und Fleischwaren kommen in zu großen Mengen in den Verzehrsprotokollen vor. Insbesondere männliche Jugendliche überschreiten hier deutlich die Empfehlungen.
  • Bei Fisch werden die Verzehrsempfehlungen nur zu 50% erreicht.
  • Kinder und Jugendliche erreichen nicht die Empfehlungen für die Zufuhr von Speisefetten.
  • Der Verzehr der geduldeten Lebensmittel (wie z.B. Süßigkeiten und Fast Food) liegt deutlich über der empfohlenen Menge.

Fazit der DONALD-Studie: Es zeigt sich, dass die Ernährung von Kindern und Jugendlichen in Deutschland erheblich von den Empfehlungen der Optimierten Mischkost abweicht. Eine Verbesserung der derzeitigen Ernährungsgewohnheiten ist demnach wünschenswert.

 Wie sollte nun eine gesunde Kinderernährung aussehen?

Für die Gestaltung einer gesunde Ernährung für Kinder und Jugendliche kann das Konzept der Optimierten Mischkost herangezogen werden. Hierbei handelt es sich um ein lebensmittelbezogenes Präventionskonzept für Kinder und Jugendliche (1 bis 18 Jahre), welches vom Forschungsinstitut für Kinderernährung Dortmund (FKE) entwickelt wurde. Mit der Optimierten Mischkost werden die Referenzwerte für Energie- und Nährstoffbedarf für Kinder und Jugendliche erreicht und zudem auch die Prävention ernährungsbedingter Erkrankungen unterstützt. Außerdem wird bei dem Konzept die Alltagstauglichkeit und die leichte Umsetzung in der Familie berücksichtig, was die Optimierte Mischkost zu einer idealen Familienernährung macht.

Die Optimierte Mischkost folgt dabei 3 einfachen Regeln, welche die gesunde Lebensmittelauswahl und damit die gesunde Ernährung unterstützen. In der optimalen Kinderernährung sollen reichlich pflanzliche Lebensmittel und kalorienfreie Getränke vorkommen. Dazu zählen z.B. Wasser, jegliches Obst und Gemüse, Brot, Getreide und Kartoffeln. Tierische Lebensmittel sollen nur zu einem mäßigen Anteil vertreten sein. Dazu zählen Milchprodukte, Fleisch, Wurst, Eier und Fisch. Die Ernährung kann sparsam auch fett- und zuckerreiche Lebensmittel wie Öl, Margarine, Butter, Süßigkeiten und Fast Food enthalten.

Diese Lebensmittelempfehlungen sollten in 5 regelmäßigen Mahlzeiten umgesetzt werden. Die Optimierte Mischkost empfiehlt täglich zwei kalte Hauptmahlzeiten, eine warme Hauptmahlzeit und zwei kleinere Zwischenmahlzeiten.

Sind für eine optimale Kinderernährung spezielle Kinderlebensmittel notwendig?

Spezielle Kinderlebensmittel erkennt man oft schon an der kindgerechten Aufmachung. Sie sind häufig bunt, bebildert und mit der Bezeichnung „Kids“ oder „Kinder“ versehen. Häufig sind diese Lebensmittel mit Vitaminen und Mineralstoffen angereichert. Da eine Ernährung nach dem Prinzip der Optimierten Mischkost Kinder mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt, ist eine solche Anreicherung jedoch überflüssig und kann sogar dazu führen, dass der Bedarf überschritten wird. Zudem enthalten die Lebensmittel oft eine große Menge Zucker und gelten daher eher als Süßigkeiten und sollten nur in Ausnahmefällen konsumiert werden. Spezielle Kinderlebensmittel haben also keinen Vorteil gegenüber herkömmlichen Lebensmitteln.

Gesunde Ernährung für Kinder – Safari Kids Kurs im Wellaris

Wir im Wellaris wollen Kindern beibringen, was gesunde Ernährung ist und dass Obst und Gemüse lecker und cool sind! Im eigens dafür zusammengestellten Safari Kids Kurs der DAK unternehmen wir eine Entdeckerreise durch die Welt der gesunden Ernährung.  Safari Kids „gibt Kindern zwischen acht und zwölf Jahren und ihren Familien die Möglichkeit, durch die Entwicklung eigener Stärken neue Wege zu Wohlbefinden und Gesundheit zu entdecken.“ [4] Wir freuen uns auf eure Anmeldung und eine spannende Safari!

Quellen:
[1]Die Optimierte Mischkost für Kinder und Jugendliche. Empfehlungen zur Kinderernährung und ihre Umsetzung. Kertsing M, Kalhoff H, Lücke T. Pflegezeitschrift 2018, Jg. 71, Heft 8.
[2]https://www.ernaehrungsepidemiologie.uni-bonn.de/forschung/donald-1. Zugriff am 20.06.19.
[3]Ergebnisse aus: Kinderernährung in Deutschland. Ergebnisse der DONALD-Studie. Kersting M, Alexy U, Kroke A, Lentze MJ. Bundesgesundheitsbl – Gesundheitsforsch – Gesundheitsschutz 2004.
[4] https://www.dak.de/dak/leistungen/safarikids-2080094.html. Zugriff am 23.06.19.

Ihr Interesse an diesem Thema wurde geweckt? Wenn Sie weitere Fragen haben, dann nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf oder tragen sich in einen unserer Kurse ein!

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