Adipositas

Der Begriff Übergewicht bezeichnet eine über das Normalmaß hinausgehende Erhöhung des Körpergewichts. Aus medizinischer Sicht erlangt Übergewicht dann einen Krankheitswert, wenn damit eine Beeinträchtigung wichtiger Organfunktionen bzw. eine erhöhte Morbidität und Mortalität verbunden ist. Als normal oder wünschenswert gilt dagegen ein Körpergewicht, das die Lebenserwartung nicht verkürzt.

Der BMI „Bodymass-Index bzw. Körpermassenindex“ lässt sich mit folgender Formel berechnen: Körpergewicht (in kg) / Körpergröße² (in m). In der folgenden Tabelle können Sie ablesen, welcher BMI welcher Gewichtsklasse entspricht. Außerdem können Sie vergleichen, welcher BMI für Ihre Altersklasse als normal gilt.

Kategorie Adipositasgrad BMI Broca-Übergewicht(%)
Normalgewicht 0 20-24,5
Übergewicht mäßig 1 25-29,9 0-20(-40)
Übergewicht deutlich 2 30-40 20-70(-80)
Übergewicht extrem 3 >40 >70(>80)

Wünschenswerter BMI in Abhängigkeit vom Alter (nach: National Research Council 1989)

Altersgruppe BMI(kg/m²)
19-24 Jahre 19-24
25-34 Jahre 20-25
35-44 Jahre 21-26
45-54 Jahre 22-27
55-65 jahre 23-28
Über 65 jahre 24-29

Verbreitung von Übergewicht in Deutschland

Übergewicht und Adipositas sind in unserer Gesellschaft stark vertreten und die Zahlen der betroffenen Personen steigen stetig an. Eine Studie des Robert Koch-Instituts zeigt auf, dass zwei Drittel der Männer (67 %) und die Hälfte der Frauen (53 %) in Deutschland an Übergewicht leiden. Ein Viertel der Erwachsenen (23 % der Männer, 24 % der Frauen) sind sogar in die Kategorie stark übergewichtig einzuordnen.

Quelle: Robert Koch-Institut 2014, Studie DEGS1, Erhebung 2008-2011

Übergewicht und Adipositas sind hauptverantwortlich für die Entwicklung vieler chronischer Krankheiten. Sowohl für die Einzelperson als auch für das Gesundheitsförderung- und Sozialsystem entstehen dadurch erhebliche Kosten und Einschränkungen. Das Ziel ist es demnach kontrolliert die Prävalenz von Übergewicht und Adipositas zu reduzieren.

Ursachen von Übergewicht

Die Ursachen von Übergewicht können sehr vielfältig sein. Heintze et al. 2008 haben in ihren Untersuchungen die von Patienten am häufigsten genannten Ursachen für Übergewicht aufgelistet. Diese sind in der unteren Tabelle dargestellt. Da die Ursachen so unterschiedlich sind, ist zur Behandlung eine professionelle Ernährungsberatung von Vorteil. Hier wird individuell auf Ihre Probleme eingegangen, um die Gewichtsreduktion für Sie passend zu gestalten.

Quelle: Heintze C, Metz U, Dietrich A, Schwantet U, Wiesner J. Ursachen von Übergewicht. Präv Gesundheitsf 2008; 289-295. 

verhaltensabhängige Faktoren nicht-verhaltensabhängige Faktoren
ernährungsbedingte Faktoren:

  • Qualität der Nahrung
  • Quantität der Nahrung
  • Zeitpunkt der Nahrungsaufnahme
 allgemein: fehlende Beeinflussbarkeit des Gewichts durch Verhalten
Bewegungsmangel Hunger
Alkohol Stoffwechsel
Muskelmasse Veranlagerung
fehlende Disziplin Alter
soziale Faktoren

    • Arbeit/Haushalt/Familie
    • Sozialisation
hormonelle Faktoren
psychische Faktoren Schicksal
aufgehört zu rauchen Medikamenteneinnahme
Übergewicht in der Familie gesellschaftliche Faktoren
Stress/Unwohlsein allgemein: Missverhältnis Kalorienaufnahme und Kalorienverbrauch

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Tipps

Wenn Sie übergewichtig sind, sollten Sie sich von einem Ernährungsexperten individuell beraten lassen. Das beinhaltet eine BIA-Messung, eine ausführliche Anamnese und eventuell weitere Untersuchungen, wie zum Beispiel Blutuntersuchungen und weitere Labor- und apparative Diagnostiken.

Rezept für Topinambursalat

Zutsaten:

  • 500g geschälter Topinambur
  • 2 säuerliche Äpfel
  • 70g gehackte Haselnüsse
  • Saft einer unbehandelten Zitrone
  • 2 EL Saure Sahne
  • 2 EL Sonnenblumenöl
  • ½ TL Honig
  • Kräutersalz
  • Reissirup
  • 1 EL Haselnussmus

Zubereitung:

  1. Die Topinamburknollen waschen und fein raspeln. Die Äpfel wenn nötig schälen, waschen und ebenfalls raspeln. Danach den Topinambur mit den Äpfeln und den gehackten Nüssen in einer Schale mischen.
  2. Den Zitronensaft mit der Sauren Sahne, dem Öl, etwas Honig, Salz, Reissirup und den Haselnussmus mischen. Die Salatsauce über den Salat geben und gut durchrühren.

(Quelle: Ernährungsmedizin. Hans-Konrad Biesalski, Peter Fürst, Heinrich Kasper, Reinhold Kluthe, Wolfgang Pölert, Christian Puchstein und Hannes B. Stähelin. Stuttgart; New York: Thieme, 1995; S.195.)

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